Kennzeichen von am Problem

I woaß no damois mit 18, wo mei Spezl und i davo drammt ham, dass mia irgendwia a Nummernschuidl mit’m Kennzeichen „M“ hergriang kanntn. Minga, des hod ghoaßn: gscheid furtgeh, de Hoamat vom Monaco Franze und Meister Eder.

Koana vo uns hätt damois docht, dass 12 Jahr spada ois anders is: De letztn Dog war ma sogar froh, dass as Kennzeichen jetzt a ländliches is und ned auf an zuazongnen Isarbreissn schliaßn losst. Wos war bassiert? Seit letztem Jahr san de Zoina der Tagesausflügla rasant ogstieng, sodass de ländlichen Berggegenden wia da Miasbacha Landkreis unta dem hohen Vakehrsaufkommen ächzn, zudem si de Menschnmassn aufgrund des sogenannten ‚Shutdown‘ vo de Einheimischen ned amoi monetarisiern lossn, es sei denn ma hod a Parkuhr am Spitzingsää.

So hod de ganze Gschicht kurz noch’m Jahreswechsel sein Höhepunkt erreicht, nochdem a baar Miasbacha a Schuidl aufgstäit ham mit dem eher unfreindichen Hinweis, dass si de ‚Stodara‘ bitte ‚vapissen‘ soidatn. Im Rahmen vo a Umfrage auf Instagram hod’s a rege Beteiligung gem, bei der si de Meinungen in zwoa Lager geteilt ham:

De Gegna der miasbacha Maßnahme hoitn den unfreindlichen Ton fia deitlich übazong und san da Meinung, dass de Stodara sowieso koa Möglichkeit hättn, irgendwos zum unternemma. Ma derf in dem Zuge gspannt sei, wos bassiert, wenn de 15km-Beschränkung in Kraft drädt, wahrscheinlich gleicht da Englische Gartn in Minga dann am Festivalgelände. Weidahi soidatn de Miasbacha froh sei, wenn’s nachad zur Oktoberfestzeit wieda zum Furtgeh noch Minga reiströmen, noch’m boarischn Prinzip Lebn und lebn lossn.

De Befürworta vom scharfen Ton der „Reisewarnung“ hoitn dageng, dass durchn unnormalen Zustrom Rettungswege blockiert und landwirtschaftliche/private Flächn zuaparkt wern. Vor ollem Leid aus Minga und Zugroaßte foin scheinbar übadurchschnittlich oft mit a rechthaberischn Einstellung auf, in Folge dera ned amoi bei rechtliche Vastöße Einsicht herrscht. Außerdem warad des Verhoitn unsozial, weil ja durch des hohe Aufkemma eigentlich genau as Gegenteil vo a Kontaktbeschränkung erreicht werd. Letzlich dern Grattla, de ohne Rücksicht andere zuaparken oda beim Wandern an ozeichneten Weg valossn aa ned unbedingt dafia sorng, dass as Buidl des typischen Mingana auf’m Land de letzn Dog bessa woan is.

De Frage, de si stäit is: warum san’s agrad de Mingana, de so negativ auffoin, obwoi aa andere Kennzeichen untawegs san? Zum oanen machan si woi de Bevölkerungsverhältnisse in Minga im Gegensatz zum Land bemerkbar: Obabayern hod ca. 4,7 Milliona Einwohna, wovo ungefähr a Drittel auf Minga entfoit, d.h. schomoi statistisch gseng san dadurch de meisten mit am ‚M‘-Kennzeichen ausgestattet. Weitaus schwarwiegenda is woi, dass vui aus Minga weda de boarische Mentalität wiarglich kennan, no as typische Vahoitn in de Berg: freindlich griaßn, staad bleim und de Natur genießen, dem andern a moi sei Freid lossn. Des san Sachan, de aa mir seit letztem Frühjahr imma efters bei Bergwanderer gfäit ham, wesweng zu vamutn is, dass des eben jene „Neubergler“ san, de warum aa imma auf oamoi aufn Gschmack kemma san.

Wos beibt oiso? Je noch Blickwinkel ham irgendwia beide Seitn Recht, ollerdings führt des hoid aa ned zu a Lösung. Mir persönlich macht as Berggeh aa nur solang Spaß, solang i no des hob, wesweng i geh: In ersta Linie mei Ruah. De is zurzeit imma weniga gegebn, wesweng woi davo auszugeh is, dass de Leid, de ähnlich wia i ticken langfristig Miasbach meidn und auf’n Chiemgau und Berchtsgodn ausweicha wern, wo ma zum Glück no de Leid „vo unserm Schlog“ in da Mehrzoi odrifft.

Soboid de Pandemie vorbei is wird’s woi darüba hinaus aa wieda so sei, dass de ganzen coolen Influencer de faadn Berg schnäi wieda vagessn ham und stattdessen liaba Buidl vom ogsogten Schickimicki-Essn in de sozialen Medien vateiln oda „weltoffen“ um de Wäid jetten, nur um vor ja vui Sehenswürdigkeiten ernane Lätschn einezumhoitn.

Und i dramm weida davo, dass i wieda efters Leid vom Schlog eines Meister Eder oda Monaco Franze in de Berg triff, sei’s mit oda ohne M-Kennzeichn.


Mia probiarn, dass ma  auf Boarischkult Boarische Sprach und Kultur fördern. Freile konn's moi sei, dass da oa oda andere Fehla si eischleicht oda dass ebba in seim Gai wos anders schreim dat.

Mia findn aba, dass ma liaba wos virrericht ois dass as Boarische wega Dipfalscheißarei weida ausstirbt.

Wenn du selba wos beidrong mogst, dann schick uns doch a Mail an info@boarischkult.de

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