Da Heiligomd

25. Dezember 2020

Boarischkult
Da Heiligomd

Im Dorf de Leid ganz gschaftig san

Fia d’Gschenka gengan d’Gasserl lang

Ab Mittog staad ois kimmt zur Ruah

Wird’s dumpa zäit Familie nur

In da Kirch gä dolle s’Herz weit auf

An Weihnachtsgeist a jeda schnauft

„Frohs Fest und dann a guads neis Jahr!“

Wünscht ma si wenn ma hoamzua fahrt

Dahoam scho schmorrt a deftigs Essn

Beim Betn werd koana vagessn

Es fuit si o in dera Nocht

Dass Deifeswerk kurz Pause macht

De Kinda ham so lang drauf gwart

Dass Christkindl sein Sag auslaart

Da Tannabaam schee gschmückt woan is

Dass koana na sei Glück vamisst

Und endlich s’gloane Gleckerl glinglt

Da Weihnachtsbaam werd glei umzinglt

Es riacht so guad noch Lebkuacha

A jeda derf sei Gschenk suacha

As Christkind hod an jedn docht:

Hod so vui scheene Sachan brocht

De Kinda ham a Spuizeig griagt

As Madl sanft de Buppn wiagt

Da gloane Bua a Lok rumziagt

Vorm Kanabä noch links obbiagt

Da Bap hod neie Sockan o

Und d’Muatta hängt si Ohrring dro

So griabig macht’s da Adventskranz

Wenn s‘Kerzenliacht am Fensta danzt

Und andächtig d’Familie singt

So schee wia staad de Musi klingt

Ganz sanft ma jetzt fia si schee spürt

Wia Zeit si im Moment valiert

Horch zua wie de Gedankn spuin

As Lebn oschaun durch d’neie Bruin

So schee as Gschenk, vagiss nur ned

Dahinta ganz a Mensch doch städ

Der an di denkt und des so schätzt

Dass du di heid Omd nebn erm setzt

Und oafach nur de Zeit genießts

Bis dann da Alltag wieda griaßt

Bis dahi mach dei Herz recht weit

In dera bsondern Weihnachtszeit

Zum letztn moi da Winta kummt

Und selig macht an Heiligomd

OBELODN